SAP Cloud – IT aus der Wolke

SAP AG

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Auf einer Konferenz am vergangenen Freitag betonte Co-Ceo Jim Hagemann-Schnabe laut Reuters, der Zeitpunkt sei jetzt günstig, den Umzug in die Cloud voranzutreiben. Denn die Konkurrenz schlafe nicht. Man könne beispielsweise beobachten, dass nordamerikanische Unternehmen ihre Rechenprozesse schneller in die Cloud verlagerten als erwartet. Eine Umsatzminderung sollten die Investoren nicht fürchten, vielmehr sei von einer Umsatzverzögerung zu sprechen, die innerhalb der nächsten drei Jahre inklusive Zinsen wieder ausgeglichen werden könne.

 

 

Nach einer Konjunkturschwäche infolge des Regierungswechsels im Vorquartal, das auch die Zahlen von SAP beeinträchtigte, scheint der chinesische Markt sich gerade wieder zu erholen. 2012 betrug das Wachstum im IT Bereich fast 14 Prozent. Trotz der gerade überwundenen Delle ist der chinesische IT Markt nach wie vor der wachstumsstärkste der Welt. China gehört derzeit noch zu den zehn größten Märkten des in Baden-Württemberg hauptansässigen Konzerns, soll aber in den nächsten vier Jahren in die Top Five aufsteigen, sagt Stephen Watt, der Asien-Chef des größten europäischen Softwareunternehmens.

SAP Cloud - SAP AG

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SAP hat China fokussiert

Die Walldorfer wollen ihre Geschäftstätigkeit in China auch durch lokale Zukäufe steigern. Zu einem Drittel sollen die zwei Milliarden Dollar Investitionen (rund 1,5 Mrd. Euro) in Übernahmen fließen. Mittelfristig erwartet SAP einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Doch die chinesische Regierung hat das Geschäft mit Cloud-Angeboten stark reglementiert, nur inländische Firmen bekommen Lizenzen. Nach dem NSA-Skandal war das Misstrauen vor ausländischen Dienstleistern noch gestiegen.

Inzwischen hat der weltweit drittgrößte Softwarehersteller bereits einen chinesischen Partner gefunden. Das Human Capital Managment der in San Francisco ansässigen SAP-Tochtergesellschaft SucessFactors wird nach einem erfolgreichen Cloud Joint Venture SAP mit der China Telekom künftig über die Rechenzentren der China-Telecom-Tochter CCS bereitgestellt.

 

Das Cloud-Potenzial in China wächst

Noch wird virtueller Speicherplatz in der Volksrepublik nur verhältnismäßig selten nachgefragt, doch es besteht Potential. In den nächsten zwei Jahren plant der Konzern eine Millionen Kunden für die mietbaren Kapazitäten in der Wolke zu gewinnen. Weltweit verwenden bereits 22 Millionen Nutzer die Cloud von SAP.

B2B Marketing im IT-Sektor

Bildquelle: Konstantin Gastmann_pixelio.de

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Marketing bezeichnet die Planung, Gestaltung und Kontrolle der absatzpolitischen Instrumente. Diese bestehen aus der Distribution (z.B. Logistik), Leistungen – also unter anderem dem eigenen Sortiment -, dem Preis und dem Marketing im allgemein bekannten Sinne (Promotion, Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations). Unternehmen müssen besonders die letzteren Werte als Kernkompetenz in ihre Strategien einbeziehen. Laut einer Studie der französischen Beratungsagentur Capgemini formulieren jedoch nur knapp 50 % der IT Unternehmen eine detaillierte Strategie. Stattdessen wird gerade im B2B Bereich verstärkt auf gewachsene Beziehungen gesetzt. Wichtiger wäre es jedoch, wie das deutsche Marketinginstitut in einer Studie für das IT Marketing herausstrich, die Bedürfnisse aller Kunden zu kennen. Laut diesem gibt es im unternehmensinternen B2B, sowie im normalen B2C-Geschäft vier verschiedene Positionen, an denen Firmen ansetzen können. Die erste ist, dass Kunden eigentlich keinen Bedarf haben. Dort müssen Informationen über die eigenen Angebote passiv eingestreut werden, z.B. über Newsletter. Schritt zwei ist ein beim Kunden aufgetretenes Problem. Dieser geht aktiv auf die Suche nach Angeboten, so dass die Positionierung in Suchmaschinen ausschlaggebend ist. In der dritten Situation, ist dem Kunden die Lösung bereits bekannt, er hat nur die notwendigen Mittel nicht.
Hier muss mit aktiven Anfragen gerechnet werden und aus diesem Grund sollten nur wettbewerbsfähige Preise kommuniziert werden. Die letzte Phase ist die Entscheidung des Kunden, die nur wenig beeinflusst werden kann. Das einzige absatzpolitische Instrument, welches an dieser Stelle noch hilft, ist der Preis.

Klare Konzepte werden immer wichtiger

Da in derselben Studie auch die Dominanz der Beratungsunternehmen im quartären Sektor beschrieben wird, fallen logistische Instrumente der Distribution weg. Dafür ist die Leistung umso entscheidender. Gerade IT-Unternehmen müssen sich für ihr Konzept statt „aus dem hohlen Bauch“ mit dem Erschaffen einer starken Marke beschäftigen, die Vertrauen schafft. Marketinginstrumente sollten dann genauso digital sein, wie die Dienstleistung: Eine ansprechende Internetpräsenz, die in Suchmaschinen besser positioniert ist, als die Konkurrenz und natürlich ein möglichst direkter Kommunikationskanal sind ein Muss. Das bedeutet entweder rund um die Uhr erreichbar zu sein, oder zumindest ein Call-Back anzubieten, damit verbesserte Erreichbarkeit garantiert wird.